• Service Learning in die Lehre einbinden

    • Was unterscheidet Service Learning von anderen Formaten

      Service Learning ist keine besondere Methode ausschließlich für einen bestimmten Fachbereich. Die Methode findet in allen vier Fachbereichen der Hochschule Anknüpfungspunkte. Gleichzeitig ist das Format nicht für jede Lehrveranstaltung geeignet. 

      Service Learning ist nicht das einzige Format, welches Lehre mit Praxis verbindet. Die Übersicht zeigt, welche Unterschiede es zu ähnlichen Ansätzen gibt.

      Format Lernziele verknüpft?  Gesellschaftlicher Beitrag?  Reflexion Pflicht?  Curricular verankert?  
      Service Learning  Ja - zentral  Ja - zentral  Ja - strukturiert Ja
      Praktikum Ja - fachlich  Nein Optional Meist ja
      Ehrenamt Nein Ja - zentral  Nein Nein

      Daraus ergibt sich ein deutlicher Mehrwert für Studierende, da die Lernerfahrung intensiver im Vergleich zu anderen Formaten ist. Studierende haben durchschnittlich ein tieferes Fachverständnis durch die realen Bedingungen und Fragestellungen. Zusätzlich werden die Sozialkompetenzen unterstützt, da die Studierenden in anderen Umfeldern unterwegs sind, zu nennen sind hier die Art der Kommunikation, Perspektivwechsel und Einblicke in unterschiedliche und hier besonders fachfremde Teams und Arbeitskontexte. Durch die reale Fragestellung steigt die intrinsische Motivation den Bedarf zu erfüllen und zu sehen, dass ihre Leistung einen Unterschied macht. Ein weiterer Aspekt, der für die Studierenden entstehen kann, ist ein ausgeprägteres Verständnis für zivilgesellschaftliches Engagement auch über das Studium hinaus. Auf einer didaktischen Ebene erleben die Studierenden die fachlichen Inhalte ihres Studiums, anstelle diese in den klassischen Lehrmethoden zu erfahren. Dies sollte im Anschluss in der Reflexion auch immer herausgearbeitet werden. 

      Für Lehrende sind auch Mehrwerte zu betonen, denn es kann eine neue Qualität der Lehre entstehen. Durch die Nähe zur Praxis ist meist ein sehr direktes Feedback möglich und somit die Relevanz des Lehrplans klar ersichtlich. Die Hochschule fungiert auch als Teil und Netzwerkpartner in der Stadtgesellschaft und zeigt sich dadurch sichtbar und ansprechbar und vorallem nahbar, was zugleich der gesellschaftliche Auftrag der FRA UAS ist: Wissen durch Praxis stärken. 

    • Ablauf und Phasen im Service Learning

      1. Bedarfe erkennen und Lernziele klären 

      Zunächst müssen die fachlichen Lernziele des Moduls fetgehalten werden. Überlegen Sie welche Kompetenzen die Studieren erlangen können. 

      2. Gesellschaftlichen Bedarf identifizieren

      Wo gibt es in Frankfurt einen realen Bedarf, der zum gesetzten Lernziel passt? Es kann sich um gemeinnützige Organisationen handeln, Initiativen, Vereine, Quartiersmanagement oder ähnliches. 

      3. Kontaktaufnahme

      Im nächsten Schritt wird informeller Kontakt zu einem möglichen Kooperationspartner aufgenommen. Hier können Bedarfe erläutert oder im Gespräch angepasst werden. Was brauchen Sie, was die Studierenden und was die Organisation und was kann im Gegenzug jeweils geleistet werden?

      4. Reflexion - Format klären und festlegen

      Welche Form der Reflexion soll wann und wie stattfinden? Es könnte ein Lerntagebuch erstellt werden, Reflexionsgespräche in der Kleingruppe geführt werden oder eine strukturierte Abschlussdiskussion. Wichtig ist es hier, die Termine und das Format miteinzuplanen. 

      5. Einfach anfangen

      Sobald Termine im Semester festgelegt sind, sollte die Arbeit schnell beginnen, sodass die Studierenden ausreichend Zeit für ihr Vorhaben haben. Die kontinuirliche Begleitung während des Semesters durch die Lehre untermalt das Vorhaben. 

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      drei Fragezeichen in rot, grün und blauTesten Sie ihr Wissen

      In diesem Quiz geht es um die Anwendung von Service Learning in der Lehre. Das Quiz thematisiert dabei einige zentrale Punkte, die Sie in der Anwendung beachten sollten.