Service
Learning, also Lernen durch Engagement, ist eine Lehr- und Lernmethode, die
akademisches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet.
Studierende erbringen eine Dienstleistung für die Gesellschaft und
reflektieren diese Erfahrung systematisch im Lehrkontext. Diese
Dienstleistung steht immer im Zusammenhang mit einem konkreten Bedarf
aus der Zivilgesellschaft, häufig in Form von Non-Profit-Organisationen
und den Studieninhalten der Studierenden. Das ist ein entscheidender
Unterschied zu einer Dienstleistung in Unternehmen aus dem Bereich der
Wirtschaft.
Die Kombination
drei verschiedener Elemente unterscheidet Service Learning als Methode
zu einem reinen Praktikum oder Ehrenamt. Diese drei Elemente sind der
Service, das Learning und die Reflexion.
Service steht für eine sinnvolle Tätigkeit bei einer realen Organisation aus dem NGO-Sektor außerhalb der Hochschule.
Learning bedeutet hier die Verknküpfung dieser Tätigkeit mit den Lernzielen aus dem Seminar.
Reflexion stellt das Verbindungsglied dar, sodass die erlernten Inhalte zu einem tiefen Lernmoment führen.
Die
Methode findet ihren Ursprung in den USA und basiert auf den Ideen des
Pädagogen John Dewey, der der Ansicht war, dass nachhaltiges Lernen nur
durch konkrete Erfahrungen in realen Kontexten stattfinden kann. Heute
stellt Dr. Andrew Furco einen der führenden Forschenden im Bereich
Service Learning dar. Im deutschsprachigen Raum findet die Methode seit
den frühen 2000er Jahren immer mehr Beliebtheit und ist seither an fast
allen Hochschulen und Universitäten als Methode zu finden.