Die Volkswirtschaftslehre
untersucht die Entscheidungen von Individuen, Unternehmen, Regierungen und
Gesellschaften beim Umgang mit knappen Ressourcen. Sie wird in zwei
Teildisziplinen untergliedert: Mikroökonomik und Makroökonomik.
Die Mikroökonomik erklärt
wirtschaftliche Zusammenhänge als Folge individueller Entscheidungen von
Personen, die auf (Finanz-)Märkten, in Unternehmen, in ihrem sozialen Umfeld
etc., miteinander interagieren. Anders als die Makroökonomik leitet sie
gesamtwirtschaftliche Phänomene aus individuellen Entscheidungen ab. So erklärt
die Mikroökonomik zum Beispiel, wie sich die Kaufentscheidungen von Konsumenten
in Abhängigkeit von Preisen und Einkommen ändern. Sie erklärt, wie die Preise
einzelner Produkte entstehen, sie erklärt, wie die knappen Ressourcen in unser
Volkswirtschaft verteilt werden, und sie liefert eine Antwort auf die Frage, wo
staatliche Eingriffe sinnvoll sind, um die gesamtwirtschaftliche Wohlfahrt zu
erhöhen, und wo sie eher schädlich sind.
Die reale Welt ist viel zu
komplex, um sie analysieren zu können. Folglich müssen Mikro- als auch
Makroökonomik mit einfachen Modellen arbeiten, die nur die Aspekte abbilden,
die für die Beantwortung der jeweiligen Frage notwendig sind. Studentinnen und
Studenten sind am Ende der Vorlesung mit den zentralen mikroökonomischen
Modellen vertraut und können diese als Werkzeug zur Untersuchung
volkswirtschaftlicher Fragestellungen verwenden.