
- Dozent/in: Mériem Diouani-Streek
- Dozent/in: Mirja Keller


Fachliche EInführung in die Handlungsfelder Erziehungshilfen / Kinderschutz im Bachelor Studium Soziale Arbeit. Felderkundung und Erprobung im 400 Stunden Praktikum mit Reflektion.




Seminarbeschreibung:
Das Seminar beschäftigt sich zum einen aus methodischer Sicht mit dem autobiographisch- narrativem Interview, seiner Realisierung (Interviewführung und ethnografisches Protokoll zum Ablauf des Interviews), Verschriftlichung (Transkription) und Analyse in Form eines sequenziellen Berichts. Theoretisch beschäftigen wir uns mit Fragen der Benachteiligung und Diskriminierung, die Menschen aufgrund ihres sozialen Status und/ oder ihres eingeschlagenen Bildungsweges bzw. im Bildungsbereich erfahren. Ziel ist es, ein autobiographisch- narratives Interview mit einer Person zu führen, für die – wie wir zunächst annehmen – diese Fragen relevant sind und es anschließend mit Bezug auf die im Seminar behandelten Theorien zu analysieren.
Aufbau/ Bausteine und Aufgaben:
Das Seminar gliedert sich in Modul 15.1 und 15.2. Entsprechend des übergeordneten Zeitplans aus Modul 15 wird der Schwerpunkt der einzelnen Sitzungstermine variieren und sich mal mit methodischen Fragen (15.1), mal stärker mit theoretischen Aspekten (15.2) und dann auch mit beiden beschäftigen. Zu Beginn führen wir in die Interviewführung und Struktur des narrativen Interviews ein (Einheit 1-3), sodass Sie auf dieser Grundlage dann ein autobiographisch-narratives Interview führen können. Für Modul 15.4 ist ferner die Reflexion über das Interview und in Vorarbeit dazu das Verfassen eines ethnographischen Protokolls möglichst unmittelbar im Anschluss an die Interviewsituation wichtig. Für die schriftliche Ausarbeitung (Forschungsbericht) ist es ferner erforderlich, einen Teil des Interviews zu transkribieren. In den weiteren Einheiten werden wir zunehmend auch auf sozialwissenschaftliche Theorien eingehen, um diese dann darauf aufbauend im weiteren Verlauf auf ihr konkretes Fallmaterial anzuwenden; dafür sollten Sie dann entsprechende Passagen aus Ihren Interviews vorbereiten.
Die erforderlichen Leistungen im Überblick:

Dick zu sein war lange Zeit Zeichen von Wohlstand und Status. Dies hat sich - in den Ländern des globalen Nordens - radikal geändert. Hohes Körpergewicht ist heutzutage unerwünscht, es wird als Kranklheitsfaktor und Belastung für das Gesundheitssystem problematisiert, es gilt als unattraktiv und Sinnbild von Disziplinlosigkeit, falschem Leben und sozialer Marginalität. Menschen mit hohem Körpergewicht sind damit erheblichem Stigmatisierungsstress ausgesetzt, der aber als solcher kaum öffentlich wahrgenommen, gescheige denn kritisierbar ist. Stattdessen scheint es völlig berechtigt, Dicke abzuwerten und zum Abnehmen aufzufordern. Das Seminar will sich mit diesen sozialen Phänomenen auseinandersetzen und Beiträge der kritischen Fat Studies hierzu diskutieren



Wir treffen uns an vier Blockterminen, immer am Samstag:
24.10.2026, 8:30 - 13:30 Uhr, Raum: 2-412
14.11.2026, 10:15 - 15.45 Uhr, Raum: 2-174
05.12.2026, 10:15 - 15.45 Uhr, Raum: 2-412
09.01.2027, 10:15 - 15.45 Uhr, Raum: 2-412