- Dozent/in: Alexander Gallas
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Die Weltordnung ist von enormen sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten geprägt. Schätzungen zufolge besitzt die ärmeren 50 Prozent der Weltbevölkerung ein bis zwei Prozent des globalen Vermögens – und die reichsten 1,5 Prozent knapp die Hälfte. Das hat erhebliche politische und gesellschaftliche Auswirkungen: Wer arm ist, hat sehr wenige Möglichkeiten, an politischen Entscheidungen mitzuwirken und sich persönlich zu entfalten; für Reiche gilt das Gegenteil. Im Seminar gehen wir der Frage nach, wie es zu dieser Spaltung kommt. Wir nehmen dabei die gesellschaftliche Organisation von Arbeit im Kapitalismus in den Blick. Es zeigt sich, dass diese Herrschaftsverhältnisse hervorbringt, insbesondere Klassenherrschaft, Patriachat und Rassismus – und dass gesellschaftliche Herrschaft sich in sozialen Ungleichheiten ausdrückt. Wir diskutieren also den Zusammenhang von Arbeit, gesellschaftlicher Herrschaft und sozialer Ungleichheit – und was daraus für die Praxis der sozialen Arbeit folgt.
- Dozent/in: Alexander Gallas
Die
Vereinigten Staaten sind eine zutiefst gespaltene, von großer sozialer
Ungleichheit geprägte Gesellschaft. Unter der Präsidentschaft Donald Trumps
spitzt sich die Situation zu. Das Trump-Regime baut die politische Ordnung nach
autoritären Maßgaben um, untergräbt rechtsstaatliche Garantien und attackiert
migrantische Communities. Es hat die gewerkschaftliche Betätigung in großen
Teilen des öffentlichen Dienstes auf Bundesebene verboten und untergräbt das
staatliche Krankenversicherungsprogramm Medicaid. Es zerstört Organisationen,
Institutionen und Regularien, welche der rücksichtslosen Durchsetzung von
Geschäftsinteressen im Wege stehen, und es führt völkerrechtswidrige Kriege.
Gleichzeitig sind viele Wähler:innen Trumps Arbeiter:innen und Arme. Warum
unterstützen ihn Teile der Bevölkerung, die von seiner Politik negativ
betroffen sind? Was versprechen sie sich von einer Politik, die gegen ihre
materiellen Interessen gerichtet ist? Die Soziologin Arlie Russell Hochschild
befasst sich seit etwa zwanzig Jahren mit der Frage, warum die Unterstützung
für rechtsautoritäre Politik unter der armen, weißen Landbevölkerung in den
Vereinigten Staaten stark ist. Im Seminar lesen wir Hochschilds neuestes Buch, Geraubter
Stolz: Verlust, Scham und der Aufstieg der Rechten, das 2025 auf Deutsch
erschienen ist. Außerdem diskutieren wir, was sich gerade in den Vereinigten
Staaten ereignet, worin Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Deutschland bestehen
– und was die Rechtsverschiebung der Politik für die Praxis der sozialen Arbeit
bedeutet.
- Dozent/in: Alexander Gallas
Soziale Arbeit ist innerhalb des Sozialstaats verortet. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass soziale Leistungen von staatlichen Stellen erbracht oder soziale Träger aus Steuergeldern finanziert werden. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit und praktische Zielvorgaben werden auf der Ebene des Staats verhandelt. Was aber ist der Sozialstaat genau, und wie funktioniert er? Wie hängt dies mit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zusammen, aus der er hervorgeht? Wie zeigen sich gesellschaftliche Krisen auf der Ebene des Sozialstaats, und wie werden sie bearbeitet? Diesen Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Ziel ist es, die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit kennen und kritisch einschätzen zu lernen, um somit deren Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen zu können.
- Dozent/in: Alexander Gallas
- Dozent/in: Alexander Gallas
Soziale Arbeit ist innerhalb des Sozialstaats verortet. Das zeigt sich beispielsweise daran, dass soziale Leistungen von staatlichen Stellen erbracht werden oder soziale Träger aus Steuergeldern finanziert werden. Auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit und praktische Zielvorgaben werden auf der Ebene des Staats verhandelt. Was aber ist der Sozialstaat genau, und wie funktioniert er? Wie hängt dies mit der kapitalistischen Wirtschaftsordnung zusammen, aus der er hervorgeht? Wie zeigen sich gesellschaftliche Krisen auf der Ebene des Sozialstaats, und wie werden sie bearbeitet? Diesen Fragen werden wir im Seminar nachgehen. Ziel ist es, die ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der sozialen Arbeit kennen und kritisch einschätzen zu lernen, um somit deren Möglichkeiten und Grenzen zu bestimmen zu können.
- Dozent/in: Alexander Gallas
- Dozent/in: Alexander Gallas
Die Vereinigten
Staaten sind eine zutiefst gespaltene, von großer sozialer Ungleichheit
geprägte Gesellschaft. Unter den Wähler:innen von Donald Trump im November 2024
waren auch viele Arbeiter:innen und Arme. Zugleich verfolgt Trump seit dem Beginn
seiner zweiten Amtsperiode eine Politik, die auf den autoritären Umbau der
politischen Ordnung, die Untergrabung rechtsstaatlicher Garantien und die
Zerstörung von Institutionen und Regularien setzt, die der rücksichtslosen
Durchsetzung von Kapitalinteressen im Wege stehen. Unten anderem greift er die
Gewerkschaften und das Sozialversicherungssystem an. Warum unterstützen also Teile
der Bevölkerung, die von den Folgen dieser Politik negativ betroffen sind, das Trump-Regime?
Was versprechen sie sich von einer Politik, die gegen ihre materiellen
Interessen gerichtet ist? Die Soziologin Arlie Russell Hochschild hat sich
diesen Fragen bereits vor Trumps erstem Wahlerfolg im Jahr 2016 gewidmet. Sie
hat ein Buch mit dem Titel Fremd im eigenen Land: Eine Reise ins Herz der amerikanischen
Rechten geschrieben, die diesen Fragen nachgeht, und das 2017 auf Deutsch
erschienen ist. Im Seminar lesen wir Hochschilds Buch und erörtern, warum
benachteiligte gesellschaftliche Gruppen rechte politische Projekte
unterstützen, die ihnen materiell schaden. Wir diskutieren auch, was sich
gerade in den Vereinigten Staaten ereignet, worin Ähnlichkeiten und
Unterschiede zu Deutschland bestehen – und was der Aufstieg der Rechten für die
Praxis der sozialen Arbeit bedeutet.
- Dozent/in: Alexander Gallas
Der globale Kapitalismus ist von ökonomischen und politischen Krisen und einem ungleichen Zugang zu materiellen und ideellen Ressourcen geprägt. Dies hat massive Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen. Auch in Deutschland, wo die Einkommensungleichheit seit Jahrzehnten steigt, zeigt sich dieser Zusammenhang. Zugleich gibt es hierzulande einen Sozialstaat, der gewisse soziale Härten kompensiert, aber auch disziplinierend wirkt. Er setzt den gesellschaftlichen Rahmen, innerhalb dessen sich soziale Arbeit vollzieht. Im Seminar gehen wir der Frage nach, wie die kapitalistische Gesellschaftsordnung Ungleichheiten und Krisen hervorbringt. Wir setzen uns mit der Frage auseinander, welche Rolle dabei Arbeit dabei spielt. Und wir diskutieren, inwiefern der Sozialstaat soziale Verwerfungen kompensieren kann – und wie sich dies auf die Betroffenen auswirkt. Dabei geht es auch um die Möglichkeiten und Grenzen für soziale Arbeit.
- Dozent/in: Alexander Gallas
- Dozent/in: Ghaith Alrai
- Dozent/in: Ghaith Alrai
- Dozent/in: Daria Budakova