Freiwilligenarbeit und Soziale Arbeit haben – auf
unterschiedlichen Ebenen und an unterschiedlichen Stellen in Theorie und Praxis
der soziale und freiwilligen Arbeit -
Schnittstellen bzw. weisen eine kritische Menge an Gemeinsamkeiten auf, die es
wert sind, genauer betrachtet und analytisch untersucht zu werden: das ist die
Grundthese dieses Seminares.
Im Laufe des Seminares wollen wir uns diesen Schnittstellen
bzw. Anknüpfungspunkten widmen und gemeinsam ausloten. Wir beziehen uns dabei
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auf die anfangs gemeinsame Historie von
Freiwilligen- und Sozialer Arbeit, bzw. die Entstehungsgeschichte der Sozialen
Arbeit aus der Freiwilligenarbeit vornehmlich bürgerlicher Frauen
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auf die Verbindungen und vor allem die Funktion
von freiwilliger und sozialer Arbeit für den (vorwiegend deutschen)
Wohlfahrtsstaatsapparat. An dieser Stelle werden wir uns auch der Frage,
inwiefern freiwillige und Soziale Arbeit als Teil des Konzepts der sozialen
Infrastruktur fungieren, widmen.
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auf Gemeinwesenarbeit als spezifische Spielart
der Sozialen Arbeit, um das Verhältnis bzw. die Rolle zwischen
Freiwilligenarbeit innerhalb der Gemeinwesenarbeit zu klären
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auf das vergeschlechtlichte Arbeitsfeld der
Sozialen Arbeit, in welchem gesellschaftliche Sorge-Arbeit, bzw. soziale
Reproduktionsarbeit verrichtet wird. Wir fragen uns diesbezüglich, inwiefern
soziale und Freiwilligenarbeit als gesellschaftliche Care-Arbeit, bzw. als Teil
der sozialen Reproduktion verstanden werden können.
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auf die Kritik von Freiwilligenarbeit, die auch
von Seiten der Sozialen Arbeit formuliert wird und beispielsweise das
Verhältnis zwischen ausgebildeten, bezahlten Arbeitskräften und freiwilligen,
unbezahlten Arbeitskräften in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit
betrifft. Zudem wollen wir uns, wenngleich auch nur in zweiter Linie, mit der
Kritik an Freiwilligenarbeit als sozialstaatliche Sparmaßnahme und der
Inwertsetzung von unbezahlter Arbeit in kapitalistischen Verhältnissen von
auseinandersetzen.
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auf die periodisch geführte Debatte um die
Monetarisierung von freiwilliger Arbeit, die eng mit der Debatte um die
(Ent-)Professionalisierung von Sozialer Arbeit zusammen hängt.
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auf Anknüpfungspunkte zwischen freiwilliger und
sozialer Arbeit innerhalb des ‚neuen‘ Berufsfeldes Freiwilligenmanagement.
Hierbei wollen wir ausloten, inwiefern Freiwilligenmanagement auch ein
Berufsfeld für Sozialarbeitende sein kann.
Zum Ende des Seminares (Termin wird in der ersten Sitzung
bekannt gegeben) werden wir eine Exkursion in das Freiwilligenzentrum Offenbach
(FzOF) unternehmen und dort mit Freiwilligenmanager*innen vor Ort ins Gespräch
über ihre Arbeit kommen.
Das Seminar basiert auf aktiver und regelmäßiger Teilnahme.
Zu jeder Sitzung werden Texte zur Verfügung gestellt, die im Vorhinein gelesen
werden und im Seminar als Diskussionsgrundlage dienen. Über Moodle werden
wöchentlich Leit- und Diskussionsfragen zu den Texten hochgeladen, die dann im
Seminar diskutiert werden.
Im Seminar werden sich Einzel-, Klein-, und
Großgruppenarbeiten abwechseln. Voraussetzung zur Teilnahme ist die
Bereitschaft, regelmäßig und vorbereitet im Seminar anwesend zu sein, ebenso
wie die Bereitschaft zur (zeitintensiven) Vor- und Nachbereitung des
Kurses.